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Die Bedeutung von Bewegung bei Multipler Sklerose (MS)

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische, oft fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark betrifft. Sie führt zu einer Vielzahl von Symptomen, die von leichten sensorischen Störungen bis hin zu schweren körperlichen Behinderungen reichen können. In diesem Zusammenhang gewinnt Bewegung als Teil der Therapie eine zentrale Bedeutung. Regelmäßige körperliche Aktivität kann nicht nur die Symptome lindern, sondern auch die Lebensqualität von MS-Patienten erheblich verbessern.

Warum ist Bewegung bei MS so wichtig?

  1. Muskelstärkung und -erhalt: Bei MS kommt es häufig zu Muskelschwäche und Muskelabbau. Durch gezielte Übungen können die Muskeln gestärkt und erhalten werden, was zu einer besseren Mobilität und einer Verringerung der Sturzgefahr führt.
  2. Verbesserung der Koordination und Balance: Viele MS-Patienten leiden unter Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen. Balance- und Koordinationsübungen können helfen, diese Probleme zu mindern und die allgemeine Beweglichkeit zu verbessern.
  3. Reduktion von Fatigue: Fatigue, eine überwältigende Müdigkeit, ist ein häufiges Symptom bei MS. Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Energieniveau erhöhen und die Müdigkeit reduzieren, indem sie die Durchblutung und den Sauerstofftransport im Körper verbessert.
  4. Psychische Gesundheit: Bewegung hat auch positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Sie kann Stress abbauen, die Stimmung verbessern und Depressionen vorbeugen, die bei MS-Patienten häufig auftreten.
  5. Kardiovaskuläre Gesundheit: Regelmäßige Bewegung stärkt das Herz-Kreislauf-System und kann das Risiko für Herzerkrankungen verringern, das bei MS-Patienten erhöht sein kann.

Erfolgsgeschichten: Vom Rollstuhl zurück in die Bewegung

Es gibt inspirierende Beispiele von Menschen mit MS, die sich durch Bewegung und Training beeindruckend verbessert haben.

  1. Dr. Terry Wahls: Dr. Wahls, selbst Ärztin und MS-Patientin, war zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen. Durch eine spezielle Diät, kombiniert mit intensiven physiotherapeutischen Übungen, konnte sie ihre Mobilität erheblich verbessern und ist heute in der Lage, wieder ohne Rollstuhl zu gehen. Ihre Geschichte zeigt, wie mächtig eine Kombination aus Ernährung und Bewegung sein kann.
  2. George Jelinek: Professor George Jelinek, ebenfalls MS-Patient, hat durch einen umfassenden Lebensstilansatz, der regelmäßige körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung und Stressbewältigung umfasst, seine MS-Symptome erfolgreich gemanagt. Er betont, wie wichtig Bewegung in seinem täglichen Leben ist.
  3. Montel Williams: Der bekannte amerikanische TV-Moderator Montel Williams wurde 1999 mit MS diagnostiziert. Er nutzt eine strenge Fitnessroutine, die Krafttraining und Ausdauerübungen umfasst, um seine Symptome zu kontrollieren. Montel hat sich nie von seiner Diagnose zurückhalten lassen und inspiriert viele Menschen, ihre Gesundheit aktiv zu managen.

Fazit

Bewegung spielt eine zentrale Rolle im Umgang mit MS. Sie hilft nicht nur, die körperliche Fitness zu erhalten und zu verbessern, sondern wirkt sich auch positiv auf die psychische Gesundheit aus. Die Geschichten von Dr. Terry Wahls, George Jelinek und Montel Williams zeigen eindrucksvoll, dass eine aktive Lebensweise selbst bei einer so schwerwiegenden Erkrankung wie MS zu beeindruckenden Fortschritten führen kann. Es ist wichtig, dass MS-Patienten, in Absprache mit ihren Ärzten und Physiotherapeuten, einen individuell angepassten Bewegungsplan entwickeln und diesen konsequent verfolgen. Bewegung ist ein mächtiges Werkzeug im Kampf gegen MS – nutzen wir es!

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